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Heidekraut, Erika, Besenheide, Winterheide ...

Eines haben sie alle gemeinsam: sie gehören zur Gattung der Heidekrautgewächse und zeigen ihre Blüten meist dann, während andere Pflanzen bereits verblüht sind. So groß wie ihre Sortenvielfalt ist ihre Farbenvielfalt. Mit ihren weißen über rosafarbenen und karminroten bis purpurfarbenen Blüten zeigen die Heidekrautgewächse gerade in den kalten Monaten ihre ganze Schönheit. Viele Arten blühen vom zeitigen Herbst bis in den Winter hinein, andere wiederum zeigen im Frühling ihre Blütenpracht. Kombiniert man verschiedene Sorten entstehen farbenfrohe Heidegärten ob ganz groß im Beet oder klein in Kübel und Balkonkästen. Auch klassisch als Grabbepflanzung oder in Kombination mit anderen Pflanzen verfehlen sie ihre Wirkung nicht.

Unterschieden wird zwischen der einjährigen Glockenheide (Erica gracilis) und einer Vielzahl mehrjähriger winterfester Heide-Arten. Die einjährige Glockenheide mit ihren großen glockenförmigen Knospen in Weiß und Pink blüht von August bis zum Frost. Sie ist gerade im Herbst eine willkommene Futterquelle für Bienen und andere Insekten.

Zu den winterfesten Arten gehören die von August bis November blühende Besenheide (Calluna vulgaris) sowie die Kospenheide – eine Sonderform der Besenheide. Die ebenfalls winterfeste Moorheide (Erica tetralix) erblüht von Juni bis September. Aber auch im Winter hat die Heide Saison. So zeigen die weit verbreitete Schnee- bzw. Winterheide (Erica carnea) und die englische Heide (Erica x darleyensis) ihre Blüten in der kalten Jahreszeit von November bis April.

 

Baumheide

Bereits im Februar erscheinen die zarten Blüten der Baumheide (Erica arborea), diese Art ist nur bedingt winterfest. Sie muss mit Reisig oder Winterschutzvlies vor Kälte und Frosttrocknis geschützt werden. Bei Dauerfrost hingegen sollte sie im frostfreien Winterquartier überwintern. Ihr frisches Grün ist eine willkommene Abwechslung und passt hervorragend zu anderen Heide-Arten, Gräsern und Blattschmuckpflanzen.

Pflege der Heide

Die Heide liebt nährstoffarme Sand- oder Moorböden. Schwere Böden werden vor der Pflanzung mit Sand aufgebessert. Ein sonniger oder halbschattiger Platz im Garten oder auf dem Balkon und regelmäßige Wassergaben  besonders in regenarmen Perioden lassen die Pflanzen gut gedeihen. Dabei sollte das Heidekraut nie komplett austrocknen oder durch Staunässe zu viel Wasser erhalten. Auch im Winter sind gerade bei in Kübel oder Balkonkästen gepflanzten Pflanzen Wassergaben notwendig. In strengen Wintern mit langem Frost oder Kahlfrost empfiehlt sich ein Winterschutz mit Tannenzweigen oder Reisig. Im April wird die Heide, mit Ausnahme der Glockenheide, bis ins grüne Holz zurück geschnitten, um den Neuaustrieb anzuregen und einen buschigeren Wuchs zu erzielen.

Pflanzen der Heide

Die Pflanzen werden vor dem Einsetzen in die Erde durchdringend gewässert. Das Pflanzloch wird so tief ausgehoben, dass der Wurzelballen nach dem Einsetzen noch leicht mit Erde abgedeckt werden kann. Für eine schnellere Wurzelbildung raut man feste Wurzelballen leicht auf. Anschließend einsetzen, mit Erde auffüllen und leicht angießen.